Geknickt

Geknickt

Mein Vogel hält den Plapperschnabel,
denn eine Feder ist geknickt.
Er fühlt sich mies und miserabel,
wenn er auf sein Gefieder blickt.

Die Körnermischung lässt er liegen
und auch den frischen Kopfsalat.
Er möchte nicht im Zimmer fliegen,
er fühlt sich krank und nicht auf Draht.

Verdrossen grübelt er im Käfig
und brütet seine Laune aus.
Darüber wird sein Körper schläfrig.
Nun schnarcht und sägt das Vogelhaus.

Bereits in aller Herrgottsfrühe,
bevor der Hahn sein Ständchen singt,
bevor der Tag mit größter Mühe
die Sonne auf den Bergkamm bringt,

entwirrt mein Vogel sein Gefieder
und überlistet seine Nacht.
Sein Schnabel schmettert frohe Lieder.
Er hat die umgeknickte Feder gerupft
- und zur Vernunft gebracht.

Roman Herberth

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